Weihnachtsgeschenk für Oma und Opa: 25 echte Ideen

Was schenke ich Oma und Opa zu Weihnachten, wenn sie sagen, dass sie nichts brauchen?

„Wir brauchen nichts, Hauptsache, ihr kommt.“ Das sagen viele Großeltern jedes Jahr, und sie meinen es ernst. Die Schränke sind voll, die Vitrine auch. Trotzdem willst du nicht mit leeren Händen unter dem Baum stehen.

Ein gutes Weihnachtsgeschenk für Oma und Opa ist deshalb selten ein Ding, das Platz braucht. Es ist etwas, das sie benutzen, etwas, das von den Enkeln kommt, oder Zeit, die sie mit der Familie verbringen. Die 25 Ideen unten sind nach Art sortiert: zum Selbermachen, zum gemeinsamen Erleben, zum Erinnern und ein paar praktische Dinge, die wirklich gebraucht werden.

Was ein gutes Weihnachtsgeschenk für Oma und Opa ausmacht

Drei Fragen helfen beim Aussuchen.

Wird es benutzt? Ein Geschenk, das in den Schrank wandert, freut für einen Abend. Eines, das im Alltag gebraucht wird, freut jedes Mal neu.

Hat es mit der Familie zu tun? Großeltern freuen sich selten über das neueste Gerät. Sie freuen sich über alles, was mit ihren Kindern und Enkeln zu tun hat: eine Zeichnung, ein Foto, ein Nachmittag.

Passt es zu ihrem Leben, wie es jetzt ist? Ein Ausflug, der zwei Stunden Autofahrt braucht, ist nicht für jeden ein Vergnügen. Ein Buch mit kleiner Schrift auch nicht. Denk an das, was ihnen heute Freude macht, nicht an das, was vor zehn Jahren gepasst hätte.

Selber machen: Geschenke von Enkeln

Selbst gemachte Geschenke sind bei Großeltern fast immer die, die am längsten aufgehoben werden. Sie müssen nicht perfekt sein. Gerade das Krumme und Schiefe ist es, was später noch erzählt wird.

  1. Fotokalender mit Kinderzeichnungen. Für jeden Monat ein Familienfoto und ein Bild, das die Enkel dazu gemalt haben. Selbst gestaltet und gedruckt, und das ganze Jahr in der Küche zu sehen.
  2. Salzteig-Anhänger mit Handabdruck. Mehl, Salz, Wasser, ein Kinderhand-Abdruck, Name und Jahr eingeritzt. Kostet fast nichts und kommt jedes Jahr wieder an den Baum.
  3. Plätzchen mit eigenem Etikett. Mit den Enkeln gebacken, in einer Dose, dazu ein handgeschriebenes Etikett: „Gebacken von Lena, 7 Jahre.“
  4. Gutscheinheft. Zehn Gutscheine, von den Enkeln gestaltet: einmal Rasen mähen, einmal Fenster putzen helfen, einmal zusammen Kuchen backen, einmal vorlesen. Wichtig ist, dass sie im Lauf des Jahres auch eingelöst werden.
  5. Vorgelesene Geschichte als Aufnahme. Die Enkel lesen eine Weihnachtsgeschichte vor, du nimmst sie mit dem Handy auf und spielst sie auf einem kleinen Lautsprecher oder einem einfachen Abspielgerät ab. Für Großeltern, die weit weg wohnen, ist das oft das schönste Geschenk.
  6. Handgeschriebenes Familien-Rezeptbuch. Jedes Familienmitglied schreibt ein Rezept auf eine Karte, die Kinder malen etwas dazu. Alles in einen Ordner oder ein Ringbuch.
  7. Bemalter Bilderrahmen. Ein schlichter Holzrahmen, von den Kindern bemalt, mit einem aktuellen Foto darin.
  8. Ein Brief. Von älteren Enkeln: eine Seite darüber, was sie mit Oma und Opa verbinden. Klingt klein, wird oft jahrelang in der Schublade aufbewahrt.

Gemeinsame Zeit verschenken

Für viele Großeltern ist Zeit mit der Familie das, was sie sich am meisten wünschen und am seltensten sagen.

  1. Ein fester Termin pro Monat. Ein selbst gemachter Kalender, in dem für jeden Monat schon ein Treffen eingetragen ist: Mittagessen, Spaziergang, Spielenachmittag.
  2. Ausflug an einen Ort ihrer Kindheit. Das Dorf, in dem Opa aufgewachsen ist, die Schule, die Oma besucht hat. Unterwegs kommen die Geschichten von selbst.
  3. Zusammen Omas Rezept kochen. Sie bringt es dir bei, du schreibst mit. Danach gibt es das Rezept schriftlich und ihr habt einen Nachmittag zusammen verbracht.
  4. Karten für ein Konzert oder Theaterstück, mit Begleitung. Der entscheidende Teil ist „mit Begleitung“. Du holst sie ab, ihr geht zusammen hin, du bringst sie nach Hause.
  5. Ein Spieleabend mit neuem Spiel. Ein Kartenspiel oder Brettspiel, das auch mit Enkeln funktioniert, und das Versprechen, es regelmäßig zu spielen.
  6. Technikhilfe-Gutschein. Einen Nachmittag lang das Handy einrichten, Fotos von den Enkeln aufs Tablet holen, den Videoanruf so einstellen, dass er mit einem Tipp funktioniert.

Geschenke, die Erinnerungen festhalten

Diese Geschenke haben einen Vorteil: Sie fragen nach Oma und Opa selbst. Viele freuen sich darüber mehr als über alles andere, auch wenn sie es zuerst abwinken.

  1. Alte Fotos digitalisieren und beschriften. Du scannst die Kiste mit den alten Bildern und setzt dich mit Oma und Opa hin, um aufzuschreiben, wer darauf zu sehen ist. Die Beschriftung ist dabei wichtiger als der Scan.
  2. Ein Umschlag mit Fragen. Fünf Fragen auf Karten, etwa „Wie war dein erstes Weihnachten, an das du dich erinnerst?“, und das Versprechen, im Januar jeden Sonntag eine davon zu stellen. Ideen findest du in unseren Fragen an Oma und Opa.
  3. Ein Erinnerungsbuch zum Ausfüllen. Ein Buch mit vorgedruckten Fragen, in das Oma oder Opa in Ruhe von ihrem Leben schreiben. Bekannt ist zum Beispiel „Oma, erzähl mal“ von Elma van Vliet. Unser eigenes Erinnerungsbuch „Erzähl mir dein Leben“ hat 58 Fragen in 8 Kapiteln auf 178 Seiten im Format 21 x 28 cm, mit großer Schrift und viel Platz zum Schreiben, bei Amazon.de gebunden für 22,99 € und als Taschenbuch für 16,99 €. Ein schönes Notizbuch, in das du selbst zehn Fragen einträgst, funktioniert genauso.
  4. Ein aufgenommenes Gespräch. Ein Nachmittag, an dem die Enkel Fragen stellen und das Handy mitläuft. Aus den besten Stellen lässt sich später eine kleine Lebensgeschichte machen. Wie das geht, steht in unserem Leitfaden zum Lebensgeschichte aufschreiben.
  5. Ein gemeinsam gezeichneter Stammbaum. Ein großes Blatt Papier, und Oma und Opa erzählen, wer wohin gehört. Die Geschichten zu den Namen sind dabei das eigentliche Geschenk.
  6. Ein Fotobuch vom vergangenen Jahr. Alle Familienfotos aus dem Jahr, ausgedruckt und gebunden, mit kurzen Sätzen dazu. Für Großeltern, die keine Fotos auf dem Handy anschauen, besonders schön.

Praktisches, das wirklich benutzt wird

Nicht jedes Geschenk muss etwas bedeuten. Manchmal ist das Beste das, was jeden Tag hilft.

  1. Eine gute Leselampe. Hell, blendfrei, gut einstellbar. Viele lesen abends im Sessel mit zu wenig Licht.
  2. Bücher oder Rätselhefte in großer Schrift. Viele Verlage bieten Großdruck-Ausgaben an. Frag in der Buchhandlung nach.
  3. Ein Paket mit Lieblingsdingen. Der Kaffee, den Opa immer trinkt, die Marmelade aus der Gegend, die Oma von früher kennt. Kein großes Geld, aber genau getroffen.
  4. Eine warme Decke oder gute Hausschuhe. Unspektakulär, und genau deshalb oft das Geschenk, das am meisten benutzt wird.
  5. Ein Abo für eine Zeitung oder Zeitschrift, die sie früher gelesen und irgendwann abbestellt haben. Jede Ausgabe erinnert ein bisschen an euch.

Welches Geschenk passt zu welchem Alter der Enkel?

Kleinkinder: Handabdruck, Zeichnungen für den Kalender, gemeinsam gebackene Plätzchen. Die Eltern helfen, das Kind macht mit.

Grundschulkinder: Gutscheinhefte, vorgelesene Geschichten, bemalte Rahmen. In diesem Alter können Kinder auch schon selbst ein paar Fragen an Oma und Opa stellen.

Teenager: Technikhilfe, ein Brief, ein Gespräch mit Aufnahme. Jugendliche unterschätzen oft, wie viel es Großeltern bedeutet, wenn gerade sie sich Zeit nehmen.

Erwachsene Enkel: Ausflug an einen Ort von früher, Konzertkarten mit Begleitung, ein Erinnerungsbuch oder das Digitalisieren der alten Fotos.

Gemeinsam schenken. Wenn mehrere Enkel und Kinder beteiligt sind, lohnt sich ein gemeinsames Geschenk mit verteilten Rollen. Die Kleinen malen für den Kalender, die Großen kümmern sich um die Fotos, die Erwachsenen planen den Ausflug. So kommt ein Geschenk heraus, in dem jeder vorkommt, und Oma und Opa müssen nicht zehn Päckchen auspacken, von denen die Hälfte im Schrank landet.

Das Geschenk ist der Anfang

Welches Geschenk du auch auswählst: Das meiste davon wird erst lebendig, wenn ihr es zusammen benutzt. Der Gutschein, der eingelöst wird, das Rezept, das ihr zusammen kocht, die Frage, die du im Januar wirklich stellst. Such dir eine Idee aus, die zu deinen Großeltern passt, und plane gleich mit, wann du das nächste Mal vorbeikommst.